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11.3.2005  
 
  
  
 
 
 
 
 
 

 
   

14.11.2004
































Hand-out:
Uru-Präsentation






























































Neue Pan-Gesellschaft

Am Freitag, 11. März, war die Gründungsgeneralversammlung unserer Freunde, der Österreich-Paraguay-Gesellschaft unter Besein des Botschafters (S.E. Herr Oscar CABELLO SARUBBI) und von DDr. Claus Walter, Chef des Dachverbands, und natürlich meines geschätzen Kollegen, Dr. techn. Walter Haasler. Wir wünschen der ÖPG viel Erfolg!
                                                                                                             Präsident Cornelius Cranig
 

 

 

 
Beim Vortrag im Lateinamerika-Institut: Referent Vinzenz Thurn-Valsassina, Carl Markus Piswanger (ÖUG), Präsident Cornelius Granig, Christian Zillner (ÖUG), Claus Walter (PaN-Präsident), Andreas Ogris, Stefan Rauchecker, Gabriella Telias, Maria Noel dos Santos (alle ÖUG).          
 

 

ZWISCHEN FREIHEIT UND WIRTSCHAFTSKRISE:

Wer will nach Uruguay?

Am 10. November eröffnete Präsident Cornelius Cranig die erste Veranstaltung der Österreichisch-Uruguayischen Gesellschaft und erörterte kurz die politische und wirtschaftliche Entwicklung Uruguays. Als Gastreferent war Vinzenz Thurn-Valsassina geladen, ein Bankier, der vor zwei Jahren nach Uruguay übersiedelte und dort einen Landwirtschaftsbetrieb aufbaut.

Aus Sicht des Investors zeigt das Land zwei Gesichter: Erstens die große Freiheit mit unkomplizierter Unternehmensgründung ohne der Knute eines Gewerbe- oder Baurechts in europäischem Unsinne. Auf der anderen Seite bremsen dort das labyrinthartige Steuer- und Bankensystem sowie die schlechte Wirtschaftslage und mangelnde Infrastruktur.

 

 

Was geht in Uruguay - und was nicht. Vinzenz Thurn-Valsassina diskutiert mit interessierten Zuhörern.

Uruguay hatte kurz als Industriestaat geglänzt: Während der Krisen und Kriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben die Europäer und Amerikaner ihren Reichtum in und um Montevideo gelagert - und in den 50-er Jahren wieder abgezogen.

,,Heute sehen sie mehr Industrieruinen als Betriebe", erzählte Thurn-Valsassina. Ihn habe das aber nicht abgehalten, dort eine Landwirtschaft zu kaufen, weil die Wachstumschancen im Vergleich zu den Eu-Strukturen ungleich größer sind. Uruguay ist doppelt so groß wie Österreich, hat aber nur 3,4 Millionen Einwohner, die Hauptstadt Montevideo allein 1,4 Millionen; insgesamt leben nur 8 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Die Bedingungen sind ideal für Rinderzucht und Weidewirtschaft; lästig sind nur die Exportbeschränkungen von Fleisch, weil Europäer und Amerikaner ihre eigenen Bauern protegieren - dafür sind Landwirte von der Einkommenssteuer befreit: Ein Paradies für die wenigen Investoren mit romantischem Sinn, die sich ein Haus Mitten in die Pampa stellen, abends auf der Veranda sitzen, den Gauchos beim Reiten zuschauen und den Steaks beim Wachsen.

Für den Investoren, der auf klassische Industrieproduktion setzt, bleibt Uruguay uninteressant; Bodenschätze fehlen ebenso wie eine kräftige Volkswirtschaft, gebremst von der weit verbreiteten Schwarzarbeit - und die wiederum ist Folge der Finanzkrise, in der die Region seit Jahren steckt. Trotzdem sieht Thurn-Valsassina auch Chancen: Zum Beispiel sei das Angebot an Internet-Zugängen ,,hervorragend", und der Tourismus habe enormes Potential.

Das milde Klima und die schöne Landschaft ist ein schwacher Trost für die, die keine Rinderbarone sind und dort leben müssen. Etwa 70 Besucher waren ins Lateinamerika-Institut zum Vortrag gekommen, darunter auch etliche Uruguayer. Im Laufe der Diskussion berichteten sie über die zunehmender Verarmung der Stadtbevölkerung sowie den Mangel an Bildung und Perspektiven. Ein Patentrezept gibt es natürlich nicht. Dafür den Glauben an das Land und seine demokratische Reife. Und den Tango zum Trost. Diesmal wurde er weder getanzt noch gespielt, sondern gesungen vom Euro-Latino-Chor aus Wien.    (eha)
 
 
Von indianischen Volksweisen bis zum Tango hat der Euro-Latino Chor alles im Programm.
(Fotos: Stefan Rauchecker, Erwin Haselberger)
 

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Hoffnungsvoller Start

Die Österreichisch-Uruguayische Gesellschaft ist gegründet, der Verein rechtmäßig eingetragen. Präsident Cornelius Granig freut sich über das Interesse, auf das er bereits gestoßen ist. Obwohl die Medienarbeit erst beginnt und die offizielle Gründungsversammlung gerade vorbereitet wird, gibt es sogar schon aus Uruguay selbst Angebote zur Mitarbeit.

,,Unglaublich, wir könnten täglich bereits mehrere Mitglieder aufnehmen, obwohl wir noch nicht einmal richtig aktiv sind, sondern uns noch mit internen, organisatorischen Dingen beschäftigen müssen", erzählt Cranig.

Ähnliches weiß auch Vizepräsident Andreas Raindl zu berichten, der sich vor allem um die Wirtschaftskontakte kümmern wird. Eine spannende Aufgabe: Uruguay ist für die Wirtschaft ein unentdecktes Land. ,,Gerade deshalb wird dort einiges zu holen sein", sagt Raindl.

Zunächst kommt einmal die Gründungsgeneralversammlung, danach sind etliche Diskussionsveranstaltungen zu den Themen EU/Mercosur, Umwelttechnik in Österreich und Uruguay sowie Geschichte/Einwanderung geplant.



18.11.2003